en vogue

Über wichtige Modefragen

Es war ja diese Woche ein kleines Randthema, auch in einigen blogs. Eigentlich völlig irrelevant und so richtig verstanden habe ich es  immer noch nicht. Dieses Statement zu Wickelröcken… ( Der Vollständigkeit halber der link hic ).  Ich habe seit Jahren NIEMANDEN mehr in Wickelrock gesehen…. Egal.

Ich fühle mich dennoch berufen auch mal über Klamotten zu sprechen. Bin ich doch schließlich ein Mädchen und Tradi.

Aber: Nein, ich trage keinen Wickelrock, auch keinen Faltenrock. Ich trage gar keinen Rock, gelegentlich ein Kleid. Aber selten. (Ich bin aber nun mal auch eine schlimme,  tätowierte Revoluzzerin, obendrein mit Nasenringen und gedehnten Ohrlöchern und deshalb vermutlich überhaupt nicht repräsentativ.)
Ich trage Hosen. Schwarz. Immer. Und dazu irgendein Oberteil. Schwarz. Immer. Das ist sehr praktisch, falls mal einer stirbt. Genaugenommen ist das aber glücklicherweise in letzter Zeit nicht vorgekommen. Und als es vorkam und meine Oma starb, war ich noch im Nachthemd. Dennoch, schwarz geht immer, ob jeden Tag oder des Sonntags in der Kirche. Da bin ich doch recht pragmatisch. Hauptsache sauber und ordentlich. Und es passt zu meiner schwarzen Spitzenmantilla. Ach so, Schuhe trage ich natürlich auch. Schwarz versteht sich.

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An und für sich liebe ich sie ja, meine Spitzengardine. Sie hat aber einen Nachteil. Sie ist sehr lang. Das stört immens, wenn man beispielsweise einen Blazer oder gar eine Jacke trägt. Denn dann trägt das im Schulterbereich immer so unheimlich auf und ist einfach viel zu viel. Außerdem kann es vorkommen, dass bei einer eventuellen,  gewissen Rauheit des Oberteil-Stoffes, ständig und bei jeder Bewegung der Schleier vom Kopf rutscht. Dagegen helfen Spängchen nur bedingt. Ich bin diesbezüglich seit geraumer Zeit am kämpfen. Man hat nämlich eigentlich prinzipiell besseres zu tun, als sich mehrfach wiederholt am Kopf rumzuzuppeln.

So schön also eine schwarze, lange Spitzenmantilla ist, sie ist nicht immer praktisch.

Gestern trug es sich zu, dass meine Mutter mir drei Tücher schenkte. Es stieß auf einige Irritationen, als ich sie zum anprobieren nicht etwa, wie offenbar vermutet,  um meinen Hals legte, sondern auf meinen Kopf, um vorm Spiegel zu überprüfen, ob sie womöglich eine adäquate Kopfbedeckung für die Messe abgäben. Mit folgendem Ergebnis: Alle erfüllen schonmal  die Voraussetzung den Kopf zu bedecken. Zwei davon sind aber leider ähnlich unpraktisch lang, wie mein Spitzenschleier. Eins aber erwies sich als großer Glücksfall. Es ist hübsch und es ist kurz genug um meine Anforderungen an eine zuppelfreie Messe, im Falle des Blazer-oder Jäckchentragens, zu erfüllen. Es ist allerdings von einem auffallend grell-quietschigen Grau.  Kein gedecktes Anthrazit, nein, nein…. Richtig grell-grau. Ich werde es dennoch wagen.

Wer also morgen eines Papageis in der Messe ansichtig wird, weiß dann auch, wer hier schreibt.

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