Ein Kuss vom Liebsten

untermalt mit Musik von Richard Wagner

Gestern Abend in der Messe hatte ich mal wieder so ein wundervoll ekstatisches Kommunionerlebnis. Es sang, in meinem Kopf, eine begabte Wagnersängerin einen Auszug aus „Isoldes Verklärung“ (oft besser bekannt als „Isoldes Liebestod“), dem Schluss der Oper Tristan und Isolde. Sie sang:

Hör ich nur
diese Weise,
die so wunder-
voll und leise,
Wonne klagend,
alles sagend,
mild versöhnend
aus ihm tönend,
in mich dringet,
auf sich schwinget,
hold erhallend
um mich klinget?
Heller schallend,
mich umwallend,
sind es Wellen
sanfter Lüfte?
Sind es Wogen
wonniger Düfte?
Wie sie schwellen,
mich umrauschen,
soll ich atmen,
soll ich lauschen?
Soll ich schlürfen,
untertauchen?
Süss in Düften
mich verhauchen?
In dem wogenden Schwall,
in dem tönenden Schall,
in des Weltatems
wehendem All, –
ertrinken,
versinken, –
unbewusst, –
höchste Lust!

Und dann machte ich die Augen auf und hatte das Gefühl stundenlang geschlafen zu haben.

Ich bin immer noch immer wieder überwältigt von solcher Art Erlebnissen… Gewöhnt man sich an so was?

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