Abenteuer Messe

Ich und die „ordentliche Form“

Nein, nein, nein… ich will hier überhaupt nicht lästern oder lamentieren, nicht über die Messe.

Ich bin da heute ganz freiwillig gewesen… Die Sehnsucht trieb mich an. Nach meinem allerliebsten Kirchlein auf der Welt und natürlich nach dem Liebsten… Und in dieser Kombination krieg ich das Freitags Abends nicht in alt.


Es ist ja nicht so, dass ich nie in einer solchen Messe gewesen wäre… Und doch, es ist jetzt schon länger her und ich stelle fest, es ist mir eine gänzlich fremde Welt. Dazu muss ich sagen, die machen das da wirklich ganz ordentlich, nein, der Eucharistieteil war zum niederknien ausgeführt. Ich muss gestehen, mit sowas Schönem hätte ich nicht gerechnet. Es lag also nicht an irgendwelches bizzarren Showeinlagen oder so…Sowas hat man da wirklich nicht zu befürchten.
Nein, es liegt ganz sicher an mir. An der liturgischen Blase, in der ich lebe, in der es noch immer 1962 ist. Man könnte sagen, ich kenne nichts anderes und bin zu 100% ausschließlich Alte-Messe-sozialisiert, auch meine Konversion/Firmung/Erstkommunion war ja in der außerordentlichen Form.
Ja und dann komme ich da hin und habe das Gefühl, bei einer japanischen Teezeremonie könnte ich mich nicht fremder fühlen. (Das mag jetzt vielleicht ein klein wenig übertrieben sein….)
Das eine oder andere erkennt man ja auch wieder. Auch wenn mir vieles auf Deutsch einfach überhaupt nicht geläufig ist. Macht ja nix, man kann das ja leise auf Latein sprechen… Ein Stückchen Heimat, mitten in der Fremde….

Aber: Ich kann so nicht…Es geht nicht… Ich musste dem Herrn leider einen Korb geben und auf Sonntag vertrösten. Ich hätte das Gefühl gehabt, ihn zu belügen…
Ich möchte an dieser Stelle wirklich betonen, dass ich eine neue Messe nicht für ungültig halte oder so… Ich fühlte mich nur so fürchterlich verloren und fremd.
Man hat mir mal gesagt, man könne nicht nur „außerordentlich“ katholisch sein… Ich stelle fest, doch, man kann.

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5 Gedanken zu “Abenteuer Messe

  1. Aber natürlich „kann man“. Was das betrifft, halte ich mich fest an Pfarrer Milch, frei übersetzt: DU UND DEIN GOTT ist alles, was zählt. Keine „Gemeinde“, keine zwanghaft abgefragten Stellungnahmen zu einzelnen Riten und deren Gültigkeit, kein klebriger Gruppendruck. Ich hole mir seine Predigten und Vorträge auf CD (http://www.spes-unica.de/milch/ , aber auch frei in YouTube), nach der ersten habe ich erst mal richtig durchgeatmet. Kann ich nur empfehlen.

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