Total befriedigt

Auf nichts kann man sich verlassen, wirklich auf gar nichts.

So bin ich gerade zum einen immer noch völlig verblüfft und überrascht, zum anderen ausgesprochen glücklich, zufrieden und erbaut. Und das, wie ich gestehen muss, wirklich unverhofft. Mache ich mich doch gelegentlich schon mit so einer Ahnung auf den Weg zur Kirche, dass mich dort Übles erwartet,  all diese Dinge, die ich hier dann und wann schon zu beklagen hatte.  So auch am gestrigen Sonntag.

Und dann… passierte nichts. Nichts, was mein ästhetisches Empfinden gestört hätte. Sicherlich… das eine oder andere könnte man noch ein bisschen schöner und genauer und… aber nein, davon will ich heute mal nicht reden.

Wer viel schimpfen und kritisieren kann, der muss und will sich auch mal lobend äußern:

Es war ganz fantastisch!

Nun gehe ich nicht davon aus, dass meine hier niedergeschriebenen Wutausbrüche irgendetwas mit dieser schönen und erfreulichen Entwicklung zu tun haben, sicherlich ist es einfach ein wunderbarer Zufall.
Wie dem auch sei

Herzlichen Dank, es war mir eine Freude!

…das bleibt jetzt bitte immer so…

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Grell

 (Un)ädifizierendes zum Wochenende

Die Majestät des Gottesdienstes hängt allerdings zumeist ab von der andächtigen, würde-und ehrfurchtsvollen Haltung des amtierenden Priesters, aber die liturgische Sprache trägt ihrerseits doch auch dazu bei, und eine fremde Sprache ist geeignet, die Mängel und das Unerbauliche beim Zelebrieren mancher Priester etwas zu verdecken und nicht so grell an den Tag treten zu lassen.

Nikolaus Gihr; “Das Heilige Messopfer dogmatisch, liturgisch und aszetisch erklärt”; 1922

Der moderne Priester heutzutage ist jedoch schon so weit fortgeschritten, dass er sich darauf versteht, den Mängel verhüllenden Schleier der „fremden Sprache“ zu lüften und durch einige Unkenntnis des Lateinischen jede Menge Unerbauliches äußerst grell an den Tag treten zu lassen.  😉

Vermeiden, ins Presbyterium zu rotzen

Im Grunde habe ich die Lösung, aber ich trau mich nicht, sie zu verraten.

Dann und wann pflege ich schlampige Zelebration zu beklagen. Wie ich immer noch finde, mit Recht. Nicht umsonst ist ein Priester angehalten „alles zu vermeiden, was das ästhetische Empfinden der Gläubigen verletzen könnte“, wie wörtlich „im Lurz“ und in ähnlichen Formulierungen in vielen anderen an Priester gerichteten Büchern und Büchlein nachzulesen ist.

Jetzt ist mein ästhetisches Empfinden so häufig verletzt, dass man es schon beinahe als chronisch bezeichnen könnte. Und das liegt weniger an, mit schöner Regelmäßigkeit vorkommenden, groben Schnitzern, sondern an jenem Sachverhalt, den ich durchaus für jene Fehler verantwortlich mache, der aber für sich genommen schon nicht ganz unproblematisch ist. Die Alte-Messe-Hobby-Zelebration. Ich sprach das Problem auch schon mal in einem früheren Beitrag an. Möchte das hier aber noch mal etwas genauer betrachten.

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Es wäre doch zu absurd…

…die Sprache der Liturgie, die lateinische, zugunsten der Landessprache aufzugeben.

Ist es doch mehr als augenfällig, was damit alles einhergehen würde! Sprachlicher  Schindluder,  ja, es könnte sogar der Eindruck entstehen, dass letzlich alles veränderbar sei, nicht nur die Sprache… am Ende gar die  ganze Lehre, der Glaube, die Welt! Nein… also, alleine der Gedanke ist mehr als lächerlich…. Sowas verrücktes würde niemand tun…

Ebenso ging es auch im Abendlande, wo auch von dem Entstehen der Kirche bis auf den heutigen Tag keine andere Sprache, als die lateinische, in der Liturgie gebraucht worden, so sehr sich auch die vielen abendländischen Völker in ihren Landessprachen von einander immer unterschieden haben, und noch unterscheiden. Aber warum behält denn die Kirche die lateinische Sprache noch immer bey, nachdem dieselbe doch schon lange aufgehört hat, die Sprache des Volkes zu seyn?  Sie thut dieses aus guten Gründen.  Einmahl ist es unstreitig, obwohl die Sprache zum Außerwesentlichen einer Lehre gehört, indem die Worte nur das Kleid der Gedanken sind, daß dennoch die Änderung der Sprache eine Änderung der Lehre wenigstens in ihrer Auslegung leicht veranlassen kann. Würde nun aber in jeder Provinz die gangbare Landessprache, wie bey uns die deutsche, statt der lateinischen in die Liturgie ganz aufgenommen, wie lange würde es wohl anstehen, daß die in einer solchen lebenden Sprache abgefaßten Gebethe, damit sie nach längerer Zeit verständlich blieben, nicht wenigstens in einzelnen Wörtern und Ausdrücken müßten geändert werden, da lebende Sprachen mit der Denkungsart und den Sitten der Menschen nach der vor- oder rückwärts schreitenden Bildung derselben, fortwährenden Änderungen unterliegen? Man betrachte nur unsere Muttersprache, wie sehr änderte sie sich binnen fünf Dezennien? und Bücher von hundert Jahren, wie schwer sind solche zu verstehen? Derley oftmahlige Veränderungen aber der einmal zur liturgischen Sprache angenommenen, wären sie nicht selbst der Religion gefährlich? Würden durch die vielen Änderungen der Worte und Ausdrücke die damit bezeichneten Glaubenslehren nicht mit der Zeit auch einen anderen, wenn nicht falschen, doch zweideutigen Sinn erhalten, der mancherley Irrthümer erzeugte, da doch die liturgischen Bücher immer Haupturkunden von der Tradition, von der durch alle Jahrhunderte sich immer gleichgebliebenen Lehre der Kirche waren?  Auch würde die Religion durch Verdrängung der alten liturgischen Sprache an ihrer Achtung bey dem größeren Haufen unvermeidlich verlieren. Das Volk würde jene selbst nicht mehr für unantastbar und unveränderlich halten, wenn diese verändert würde, die es ihres Alterthumes wegen für heilig, der Religion wesentlich, und eben darum auch für unabänderlich hält, weil es die Nebensache von der Hauptsache, das Außerwesentliche von dem Wesentlichen bestimmt zu unterscheiden nicht im Stande ist, was die Geschichte unserer Zeiten vielfältig beweiset.

Und doch… Wer nicht hören will…. und so…


 

zitierter Text aus: „Liturgik – zunächst für angehende, aber auch für wirkliche Priester“  A. Seelhammer, Wien 1838

 

 

Notdurft:

Unentbehrliches, zum Leben Notwendiges

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Jemand besucht seine Eltern.

Jemand: „Ich würde mal eben einen Rosenkranz beten…“

Jemandes Mutter: „Jetzt?? Das muss doch wirklich nicht sein! Da bist du schon mal hier und dann würdest du auch noch beten! Dass du immer so übertreiben musst!! Motz, mecker…./&§&%$#!!!“

Jemand: (nicht sicher seiend, ob Frau Mama wirklich klar ist, wie lange sowas eigentlich dauert, war  ja nun nicht von einer drei-nokturnigen Matutin die Rede….)
„Ja… nee.. is gut. Kann ich ja auch später noch…“

Woraufhin Frau Mama verschwand um irgendwas zu tun. Bis, einige Zeit später…

Jemandes Mutter: „Kind?????“

Jemand: „Ja??!!“

Jemandes Mutter: „Wo bist du denn?“

Jemand: „Auf dem Klo!“

Jemandes Mutter: „Was machst du da?“

Jemand: „Eine Notdurft verrichten!“

Jemandes Mutter: „Betest du etwa deinen Rosenkranz??“

Psssst…

Liebesgeflüster

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Da ich ja immer sehr zu haben bin für liebreizend-innige Plaudereien, auch und vorallem mit dem Herrn und so gerne lieblich süße Schätzchen t(h)eile:

„Weißt du, wie du dich mit unserm Herrn unterhalten sollst? Wie höflich würdest du dich gegen einen König benehmen- der sich würdigen würde, dich zu besuchen und mit dir zu speisen! Welchen Dank würdest du ihm abstatten! Welche Bitten würdest du für dich und deine Freunde an ihn stellen! Wenn dir Jesus Christus bei seiner Einkehr fühlbare Zeichen seiner Gegenwart gibt und das Herz erweicht- so benütze diese kostbaren Augenblicke! […]
Die Liebe ist beredtsam man darf sie, zu reden, nicht erst lehren. Ist sie jung, so redet sie viel ist sie aber schon zur Kraft und Reife gelangt, so schweigt sie. Redet viel, zärtliche Seelen! Bittet, begehret, weinet, seufzet; horchet aber auch auf das, was euch der Herr sagen wird!
Was die vollkommenen Seelen betrifft. So sollen sie Sich gänzlich seiner Liebe überlassen, und in süßer Wonne sich der Gegenwart ihres Geliebten hingehen. Wollen sie reden, so mögen sie sich mit diesen zwei Wörtlein begnügen: „Mein Gott und Alles!“ Ja! Schon dieses ist zu viel; denn alles Fleisch soll in Gegenwart des Herrn schweigen.“


 

 

 

„Jesus unsere Liebe im allerheiligsten Altar-Sakramente, als Opfer, das wir darbringen, als Speise die wir genießen, als Freund den wir besuchen“, K. Zwickenpflug, Regensburg 1854