2017

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Rorate caeli

Ein gregorianisches Duett


Mein Beitrag zum
Adventskalender der Blogoezese 
4advent

Wie vielleicht dem einen oder anderen aufgefallen sein mag, bin ich in den letzten Monaten ein wenig blogfaul geworden. Der Hauptgrund hierfür ist vermehrte musikalische Aktivität meinerseits.
Drum dachte ich mir, wenngleich der Grat zwischen Eitel-und Peinlichkeit dabei sehr schmal ist, ich trau mich mal und poste einen musikalischen Beitrag.  100% selbst-und garantiert mit Liebe gemacht:

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Wenn über deinem Haupte ein Schwert

nur ein bisschen Beicht-Werbung

 

Wenn über deinem Haupte ein Schwert schweben würde, das nur an einem schwachen Faden befestiget ist, das also jeden Augenblick herabfallen kann, und wenn es herabfällt, dir den schmerzlichsten Tod bereitet: würdest du noch eine vergnügte Stunde haben?

Nun wirst du aber bloß mit dem schwachen Faden des Lebens über den Abgrund der Hölle gehalten, in jeder Minute kann dieser Faden reißen, und dann sinkst du in den ewigen Feuerpfuhl hinab, aus welchem es keine Rettung mehr gibt. Und du wirst von dieser Gefahr nicht gerührt, lebst leichtsinnig dahin und verschiebst den Gebrauch des Rettungsmittels in die ungewisse Zukunft hinaus! IMG_0016~2

Wenn du leiblich erkrankest, wartest du vielleicht auch dann mit der ärztlichen Hilfe bis zum Augenblicke, wo jede Rettung unmöglich ist? In diesem Falle kann man dir nicht schnell genug die Hilfe bringen; die geringste Zögerung scheint dir bedenklich zu seyn.

Aber ist denn die Seele nicht mehr als der Leib? Ist es nicht unverständig, für die Erhaltung des zeitlichen Lebens so besorgt zu seyn, das ewige aber einem blinden Ohngefähr Preis zu geben?

Dr. Thomas Wiser, „Der Christ in der Buße, oder ausführliche Anleitung, eine würdige Beicht abzulegen“; München 1845

 

Vom Sakrarium-Monster

Sakrarium-Monster, das

 Pl.: Die Sakrarium-Monster, das Sakrarien-Monster hingegen, stellt ein wohlhabendes Exemplar seiner Art dar und bewohnt zeitweise ein Zweit-oder Feriensakrarium

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Bei Sakrarium- Monstern handelt es sich um eine noch wenig dokumentierte, sehr scheue Lebensform, deren natürliches Habitat hauptsächlich Sakrarien darstellen. . Es ernährt sich in der Hauptsache von konsekrierten…“Überresten“, hat aber eine große Schwäche für Hostien. Aus diesem Grund kommt es gelegentlich vor, dass sich einzelne Exemplare unbemerkt im Tabernakel einschließen lassen. Daher kann es ratsam sein, vor Beginn der hl. Messe, den Tabernakel auf An-oder Abwesenheit des Sakrarium-Monsters, sowie bereits konsekrierter Hostien, zu  überprüfen.

Wenngleich es Menschen gegenüber an sich nicht gefährlich ist, sind Fälle bekannt, in denen besonders hungrige Sakrarium-Monster den Zelebranten während des Kanon mit einer Pistole bedrohten und auf Herausgabe der gewandelten Hostie drängten.

Mit ein wenig Geduld kann es gelingen, dass das Monster nach einiger Zeit zutraulich wird. Dann kann es durchaus zu einem treuen Freund werden. Nicht vergessen sollte man jedoch, es handelt sich um eine wilde Lebensform und somit sei immer eine gewisse Vorsicht angeraten.

Da Sakrarium-Monster sehr schreckhaft und ausgesprochen lichtempfindlich sind, sind Lichtbildaufnahmen sehr selten. Einfacher kann es sein, einen zutraulicheren Vertreter seiner Art zeichnerisch zu porträtieren.

 

Süße Vertraulichkeit

Liebreiches zum Wochenende

…einfach mal so, weil’s so schön ist… ♥

Endlich erzeugt dieses Sakrament Liebe. Die Seele sieht da ihren Geliebten sie erfreut sich seiner Gegenwart; sie nimmt ihn in ihr Herz auf  sie wird da mit seinen Gutthaten überhäuft, sie bereichert sich da mit seinen Verdiensten, sie genießt da seine Süßigkeit und seine Tröstungen; sie hält ihn fest, umfängt ihn, redet mit ihm, hört ihn an; sie wird sogar in ihn umgewandelt. Die Erkenntniß erzeugt Liebe; die Gegenwart nährt diese Liebe; die Gutthaten fesseln sie; die Wonne umfängt sie. Und wie sollte eine Seele Jesum in diesem göttlichen Sakramente nicht lieben, wo er sich sehen, fühlen, genießen läßt-  wo er so vertraulich mit ihr umgeht, ihr seine Zuneigung bringt, sein Herz öffnet, sie seiner Gottheit theilhaftig macht, mit seinen Gnaden überhäuft?
„Jesus unsere Liebe im allerheiligsten Altar-Sakramente, als Opfer, das wir darbringen, als Speise die wir genießen, als Freund den wir besuchen“, K. Zwickenpflug, Regensburg 1854