Rorate caeli

Ein gregorianisches Duett


Mein Beitrag zum
Adventskalender der Blogoezese 
4advent

Wie vielleicht dem einen oder anderen aufgefallen sein mag, bin ich in den letzten Monaten ein wenig blogfaul geworden. Der Hauptgrund hierfür ist vermehrte musikalische Aktivität meinerseits.
Drum dachte ich mir, wenngleich der Grat zwischen Eitel-und Peinlichkeit dabei sehr schmal ist, ich trau mich mal und poste einen musikalischen Beitrag.  100% selbst-und garantiert mit Liebe gemacht:

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unliturgisch

Er bietet dem Volke Gelegenheit, bei der Darbringung des heiligsten Opfers nicht bloß als Zuhörer und Zuschauer teilzunehmen, sondern bei der Opferhandlung selbstthätig mitzuwirken. Schon der heilige Chrysostomus sagt von dem Gesange, bei welchem Greise, Männer, Jünglinge, Unmündige und Frauen mitsingen: „Das ist unser Opfer und unsere Gabe, der beste Gottesdienst und für ein englisches Volk passend.“ Ohne Schwierigkeit könnte eine einfache Choralmesse mit Interlinearübersetzung aus dem etwaigen Diöcesan-Gesangbuch eingeübt und zuerst mit Kindern, dann allmählig mit den Erwachsenen ausgeführt werden; singt dazu nur ein einziger Sänger die Wechseltexte, so ist den kirchlichen Vorschriften vollständig genügt und unliturgischer deutscher Volksgesang aus den Aemtern verdrängt.

 Dr. Andreas Schmid; Caeremoniale für Priester, Leviten und Ministranten zu den gewöhnlichen liturgischen Diensten;1897

 

Ach… Vielleicht wäre es dann auch mal  an der Zeit, so allmählich in diese Phase des Verdrängens einzutreten…

 

 

 

 

ansteckende Andachtslosigkeit

Der Priester dagegen, welcher niemals an den Altar tritt, ohne vorher durch Gebet seinen Glauben und seine Liebe zu Gott neu belebt zu haben, erbaut, rührt und bekehrt selbst diejenigen, welche das Glück haben, ihn celebriren zu sehen; indeß derjenige, der nicht durch Gebet sich vorbereitet, den die grosse Handlung, die er zu verrichten hat, nur oberflächlich beschäftigt, auch die Anwohnenden mit dem schlaffen Geiste  um nicht zu sagen der Andachtslosigkeit, die ihn erfüllt, ansteckt.
Pflichten der Priester. Nach dem Französischen bearbeitet von Friedrich Hurter, 1844

 

 

erforderliche Andacht

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Es wäre daher Irrthum, die Rubriken bloß als Anleitungen, nicht als Vorschriften ansehen zu wollen; jenes sind sie bloß in Bezug auf dasjenige, was der Priester vor und nach der Messe zu thun, und hinsichtlich der allfälligen, in die Celebration sich einschleichenden Mängel, wo sie nicht im Gewissen verpflichten, sofern hierüber nicht alte Kirchengesetze vorliegen. […] Versäumnisse hierin können durch deren Menge, und mehr noch bey Absicht, zur schweren Schuld werden. Ebenso wenn man sich nicht bestrebt, Wort und Handlung gehörig zu verbinden, oder der Ausflucht sich erfrechte, man halte die Gebräuche nicht für so wichtig, man fürchte sich, die Messe zu lange auszudehnen, man wolle sich keinen Zwang anthun.
Jede Nachlässigkeit bleibt wenigstens ein Vergehen. Darum soll man bey dem Celebriren die Rubriken nie aus den Augen lassen, auch, damit man sie recht inne behalte, dieselben von Zeit zu Zeit nachlesen.
Der Priester, welcher bey der Messe seines hohen Amtes bewußt ist, wird der erforderlichen Andacht sich befleissen, um das Volk zu erbauen und Ehrfurcht vor dem heiligen Geheimniß in ihm zu wecken, Nachlässigkeit und ungeziemende Hast deßwegen vermeiden.
Pflichten der Priester. Nach dem Französischen bearbeitet von Friedrich Hurter, 1844

 

 

Nur gucken, nicht anfassen

über die Sache mit dem Kelch

 

Mal ganz allgemein

Mittlerweile bin ich wohl nicht mehr nur in der virtuellen Blog-Welt, sondern auch schon im echten Leben als begeisterte Kritikerin bekannt. Das ist mir manchmal ein bisschen unangenehm, nicht zuletzt deshalb, weil ich ja nicht alles immer blöd und falsch und schlecht finde. Ganz im Gegenteil. Manchmal ist es auch einfach unterirdisch, unerträglich und zum davonlaufen 😉
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Früher…

… war mehr Lametta.

oder doch zumindest die…

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…Präfation von Weihnachten an Fronleichnam und in dessen Oktav.

 

Das Fronleichnamsfest, sowie die Feste des heiligen Namens Jesu und der Verklärung stehen in spezieller Beziehung zur Menschheit Christi und haben deshalb die Weihnachtspräfation.
Nikolaus Gihr; Das Heilige Messopfer dogmatisch, liturgisch und aszetisch erklärt

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Früher war auch mehr Oktav… Ach…

(Für den Fall, dass „man“ sich noch besönne und eine gewisse „Schiffssymbolik“ kurzfristig umzudeuten gedächte. Es gäbe da noch dieses Weihnachtslied… Es kommt ein Schiff, geladen.. Nur so als Idee…)