fallende Hostien

Noch ein Defekt

Im einem Kommentar hatte ich es schon erwähnt. Ist mir aber doch einen eigenen Eintrag wert:

V. Die übrigen beim hl. Dienste möglichen Defekte

15. a)
„Fällt eine hl. Hostie in den Busen einer Frau, so muß diese von ihr selbst gesucht und sumiert werden. Ist das in der Kirche zu umständlich und auffallend, so gehe sie in ein benachbartes Haus oder in die Sakristei und sehe auch nach, ob sich keine Partikel abgelöst hat. Ihre Hand wird darauf gewaschen und das Wasser in das Sakrarium geschüttet. – Fällt sie auf den Bart eines Mannes oder auf dessen Kleid, so werden Bart und Kleid gewaschen und das Wasser wird in das Sakrarium gethan.“

Ph. Hartmann; Repertorium Rituum: Übersichtliche Zusammenstellung der Wichtigsten Ritualvorschriften für die priesterlichen Funktionen; 1898
Es stellt sich mir nun die Frage, warum werden beim Mann Bart und Kleid gewaschen, bei der Frau aber nur die Hand… ?
Überlegungen dieser Art erübrigen sich natürlich bei der Kommunion „auf die Hand“… Gewaschen wird allerdings trotzdem nichts…

 

 

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Wind und Wunder

Defekte beim hl. Messopfer

Defekte der Materie

Verschwindet die Hostie, sei es, daß dieses durch ein Wunder geschehe oder daß sie vom Winde weggeweht wird, so muß zunächst alle Sorgfalt angewendet werden, um dieselbe wiederzufinden. Sind alle Bemühungen vergebens, so muß eine neue Hostie konsekriert werden. Ist die Hostie nur teilweise verschwunden und kann das Übriggebliebene noch per modum cibi sumiert werden, so muß damit das Opfer vollendet werden, und wird nichts wiederholt.

Ph. Hartmann; Repertorium Rituum: Übersichtliche Zusammenstellung der Wichtigsten Ritualvorschriften für die priesterlichen Funktionen; 1898

Es ist doch bemerkenswert großartig, mit welcher Selbstverständlichkeit hier Wunder und Windstoß in einem Atemzug genannt werden!