Alltagsprobleme eines Konvertiten

Meine Konversion / Firmung / Erstkommunion fanden in der Stadt, in der ich lebe statt.

Jetzt wird es sich wohl in Kürze zutragen, dass ich meine Eltern besuchen werde, die in dem Ort leben in dem ich selbst einst lebte und zur Schule ging. Es wird sich nicht vermeiden lassen, dass ich in diesem Zuge die dortige katholische Kirche, zwecks tätiger Teilnahme an der hl. Messe aufsuchen werde. Und hier beginnt mein Problem. Man kennt mich da. Weiß aber nichts von meiner Konversion.

Was mache ich denn nun? Wenn ich also, wie alle anderen auch, aufstehe um die Kommunion zu empfangen, was werden die Leute denken? Wird am Ende jemand was sagen? Nein, das wahrscheinlich leider nicht, denn dann könnte ich es aufklären! Vermutlich würde nicht mal hinterher jemand nachfragen. Ich hab schon ernsthaft darüber nachgedacht, mir ein T-Shirt mit der Aufschrift „Konvertitin“ auf dem Rücken,  anfertigen zu lassen. Flucht nach vorne und so.

Es ist nicht so, dass ich per se Angst vor Gerede hätte. Nur in diesem Fall sehe ich es wirklich deutlich vor mir, fände es unschön und unnötig. Aber ist es wirklich vermeidbar? Wenn ich mich darauf verlassen könnte, dass die Menschen, denen es auffällt, hinterher das Gespräch mit mir suchten, dann würde ich mich gerne in diese Situation stürzen.

Ich habe tatsächlich hierfür noch keine brauchbare Lösung in Sicht. Werde an dieser Stelle aber von dem weiteren Fort- bzw. letztendlichen Ausgang berichten.