Der, welcher opfert, belehrt nicht

 

 

 

Advertisements

Weise Reformation…

Bedenkenswerter Gedanke

Man darf also kühn sagen: das erste und
höchste Gebot aller weisen Reformation in der Liturgie ist dies:
bilde du dem Volke zuerst erleuchtete, gottselige Priester.
Denn diese werden nicht nur alle liturgische Handlungen mit
Geist und Leben durchdringen, sie werden auch noch ein anderes,
großes Stück Vorarbeit thun, das vor aller weitern Reformation
gethan werden muß; sie werden das Volk mit Beispiel und
Wort, im Geiste und aus seinem Herzen beten lehren. Hat
aber das Volk einmal gelernt, im Geiste und aus dem Herzen
zu beten, so wird es die Grund- und Muttersprache, die Natursprache alles Gottesdienstes, in die Kirche mitbringen, und diese Natur-, Grund- und Muttersprache auch an dem lateinischen oder
griechischen Priester vernehmen und verstehen.

Dr. Jakob Fluck „Katholische Liturgik, Erster Theil.Der sakramentale Kultus“, Regensburg 1853

Hätte man ja mal versuchen können..

Grell

 (Un)ädifizierendes zum Wochenende

Die Majestät des Gottesdienstes hängt allerdings zumeist ab von der andächtigen, würde-und ehrfurchtsvollen Haltung des amtierenden Priesters, aber die liturgische Sprache trägt ihrerseits doch auch dazu bei, und eine fremde Sprache ist geeignet, die Mängel und das Unerbauliche beim Zelebrieren mancher Priester etwas zu verdecken und nicht so grell an den Tag treten zu lassen.

Nikolaus Gihr; “Das Heilige Messopfer dogmatisch, liturgisch und aszetisch erklärt”; 1922

Der moderne Priester heutzutage ist jedoch schon so weit fortgeschritten, dass er sich darauf versteht, den Mängel verhüllenden Schleier der „fremden Sprache“ zu lüften und durch einige Unkenntnis des Lateinischen jede Menge Unerbauliches äußerst grell an den Tag treten zu lassen.  😉