Rorate caeli

Ein gregorianisches Duett


Mein Beitrag zum
Adventskalender der Blogoezese 
4advent

Wie vielleicht dem einen oder anderen aufgefallen sein mag, bin ich in den letzten Monaten ein wenig blogfaul geworden. Der Hauptgrund hierfür ist vermehrte musikalische Aktivität meinerseits.
Drum dachte ich mir, wenngleich der Grat zwischen Eitel-und Peinlichkeit dabei sehr schmal ist, ich trau mich mal und poste einen musikalischen Beitrag.  100% selbst-und garantiert mit Liebe gemacht:

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Nur gucken, nicht anfassen

über die Sache mit dem Kelch

 

Mal ganz allgemein

Mittlerweile bin ich wohl nicht mehr nur in der virtuellen Blog-Welt, sondern auch schon im echten Leben als begeisterte Kritikerin bekannt. Das ist mir manchmal ein bisschen unangenehm, nicht zuletzt deshalb, weil ich ja nicht alles immer blöd und falsch und schlecht finde. Ganz im Gegenteil. Manchmal ist es auch einfach unterirdisch, unerträglich und zum davonlaufen 😉
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Wein, Wasser und das Kreuzzeichen

wissen, was man sieht…

Da mir gerade selbst mal wieder klar wurde, wie gut und wichtig doch das gelegentliche Studium guter Messerklärungen ist…

Wie die Hostie wird auch der Kelch dem himmlischen Vater geweiht und dargebracht: der Opferung geht aber die Herrichtung voraus.

Diese umfasst Einschenkung des Weines in den Kelch sowie dessen Mischung mit Wasser, das vorher durch ein Kreuzzeichen gesegnet wird. Die Symbolik der Mischung von Wein und Wasser ist hier vor Augen zu haben, um Grund und Sinn dieses Kreuzzeichens zu finden, welches in Requiemsmessen unterbleibt. Es fragt sich, warum das Kreuzzeichen nicht über den Wein, sondern nur über das Wasser gemacht werde, und warum in den Seelenmessen auch die Segnung des Wassers wegfalle.

Die begründetste Erklärung stützt sich auf die symbolische Bedeutung, welche der Mischung des Weines und Wassers innewohnt. Der Wein sinnbildet Christus, der keines Segens Bedarf und dem aus seiner Vereinigung mit dem Volke keine Güter zufließen: darum wird er nicht gesegnet. Das Wasser stellt die Gläubigen dar, welche gar sehr der göttlichen Gnade bedürftig sind und welchen aus ihrer Vereinigung mit Christus der größte geistliche Gewinn erwächst: dies soll ausgedrückt werden durch das Zeichen des Kreuzes, welches über das Wasser gebildet wird vor Eingießung in den Wein. Das Kreuzzeichen gilt also nicht sowohl dem Wasser an sich als vielmehr dem durch das Wasser bezeichneten Volke. Daraus erklärt sich dann, warum es in den Totenmessen ausfällt. Der ganze Ritus derselben zielt nämlich dahin, daß den Verstorbenen  möglichst reicher Trost zufließe: darum wird manches weggelassen, was auf jene Frucht hindeutet, welche die Anwesenden bzw. die Lebenden überhaupt aus dem Opfer schöpfen. So macht z.B. der Zelebrant beim Introitus das Kreuzzeichen nicht über sich, sondern über dem Buch, und am Schluß erteilt er den Beiwohnenden keinen Segen. Aus dem selben Grund unterlässt er es beim Offertorium, das Wasser, d.h. das Volk der Gläubigen, mit dem Kreuze zu segnen.

Nikolaus Gihr; Das Heilige Messopfer dogmatisch, liturgisch und aszetisch erklärt