Der, welcher opfert, belehrt nicht

 

 

 

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Wein, Wasser und das Kreuzzeichen

wissen, was man sieht…

Da mir gerade selbst mal wieder klar wurde, wie gut und wichtig doch das gelegentliche Studium guter Messerklärungen ist…

Wie die Hostie wird auch der Kelch dem himmlischen Vater geweiht und dargebracht: der Opferung geht aber die Herrichtung voraus.

Diese umfasst Einschenkung des Weines in den Kelch sowie dessen Mischung mit Wasser, das vorher durch ein Kreuzzeichen gesegnet wird. Die Symbolik der Mischung von Wein und Wasser ist hier vor Augen zu haben, um Grund und Sinn dieses Kreuzzeichens zu finden, welches in Requiemsmessen unterbleibt. Es fragt sich, warum das Kreuzzeichen nicht über den Wein, sondern nur über das Wasser gemacht werde, und warum in den Seelenmessen auch die Segnung des Wassers wegfalle.

Die begründetste Erklärung stützt sich auf die symbolische Bedeutung, welche der Mischung des Weines und Wassers innewohnt. Der Wein sinnbildet Christus, der keines Segens Bedarf und dem aus seiner Vereinigung mit dem Volke keine Güter zufließen: darum wird er nicht gesegnet. Das Wasser stellt die Gläubigen dar, welche gar sehr der göttlichen Gnade bedürftig sind und welchen aus ihrer Vereinigung mit Christus der größte geistliche Gewinn erwächst: dies soll ausgedrückt werden durch das Zeichen des Kreuzes, welches über das Wasser gebildet wird vor Eingießung in den Wein. Das Kreuzzeichen gilt also nicht sowohl dem Wasser an sich als vielmehr dem durch das Wasser bezeichneten Volke. Daraus erklärt sich dann, warum es in den Totenmessen ausfällt. Der ganze Ritus derselben zielt nämlich dahin, daß den Verstorbenen  möglichst reicher Trost zufließe: darum wird manches weggelassen, was auf jene Frucht hindeutet, welche die Anwesenden bzw. die Lebenden überhaupt aus dem Opfer schöpfen. So macht z.B. der Zelebrant beim Introitus das Kreuzzeichen nicht über sich, sondern über dem Buch, und am Schluß erteilt er den Beiwohnenden keinen Segen. Aus dem selben Grund unterlässt er es beim Offertorium, das Wasser, d.h. das Volk der Gläubigen, mit dem Kreuze zu segnen.

Nikolaus Gihr; Das Heilige Messopfer dogmatisch, liturgisch und aszetisch erklärt

 

Passion

Schon wieder Leiden und Liebe

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Eigentlich bin ich gerade total gotisch angefixt und brenne darauf, davon zu schreiben.

Zuvor aber noch was anderes, was mir selbst an meinen Beiträgen aufgefallen ist. Und weil ich mich selbst ja auch kenne und sehr wohl weiß, dass ich gerne mal wirke, als wäre Ganzjahres-Karfreitag. Ich schreibe ja gerne über Leiden und Mitleiden und allerlei Kreuze. Über Liebe schreibe ich auch dann und wann. Aber ich habe es noch nie in Verbindung gebracht.

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